Berufspolitik РHausärztliche Nachrichten

  Lauterbach will Haus√§rzten das Leben leichter machen | AFP

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Verbesserung der Arbeitsbedingungen f√ľr die haus√§rztlichen Praxen!

Die Bedingungen f√ľr uns Niedergelassene m√ľssen wieder so attraktiv gestaltet werden, dass die nachwachsende junge √Ąrztegeneration gerne eine Hausarztpraxis √ľbernimmt. Dabei muss eine Befreiung von √ľberfl√ľssiger B√ľrokratie, eine nach √§rztlicher Einsch√§tzung sinnvolle (und funktionierende) Digitalisierung sowie eine angemessene Verg√ľtung √§rztlicher Leistungen (Entbudgetierung √§rztlicher Leistungen) im Vordergrund stehen. Medikamenten- und Heilmittelregresse m√ľssen abgeschafft werden.

Finanzinvestoren in der Gesundheitsversorgung stoppen!

Medizin ist kein Gewerbe, sondern Daseinsf√ľrsorge. Es gibt den fatalen Trend, dass zumeist fachfremde Finanzinvestoren Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Arztpraxen aufkaufen, um sie anschlie√üend mit maximalem Gewinn zu betreiben.

Die Gesundheitspolitik muss diese Profitgier im medizinischen Bereich unterbinden. Patientinnen und Patienten m√ľssen sich sicher sein k√∂nnen, dass sie behandelt werden, weil es um ihre Gesundheit geht ‚Äď und nicht nur, weil es sich finanziell lohnt. F√ľr mehr Transparenz f√ľr Patientinnen und Patienten w√ľrde zum Beispiel ein √∂ffentliches und frei zug√§ngliches MVZ-Register sorgen. Zus√§tzlich sollten die MVZ dazu verpflichtet werden, die Tr√§gerschaft auf dem Praxisschild auszuweisen. Hier muss der Gesetzgeber endlich handeln. Eigentlich hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits Ende 2022 angek√ľndigt, man werde den ‚ÄěEinstieg dieser Heuschrecken in Arztpraxen‚Äú beenden ‚Äď passiert ist bisher nichts.

Reform der Notfallversorgung ‚Äď Strukturen des hessischen SaN-Projekts nutzen!

Die Notaufnahmen der Krankenh√§user werden zunehmend mit Bagatell-F√§llen geflutet. Und das, obwohl tags√ľber die Praxen ge√∂ffnet haben und nachts der √§rztliche Bereitschaftsdienst zur Verf√ľgung steht. Sinnvoll w√§re es, Strukturen des hessischen SaN-Projekts zu nutzen. Das deutschlandweit einzigartige Modellprojekt, das seit gut einem Jahr im Main-Taunus-Kreis, im Main-Kinzig-Kreis sowie im Kreis Gie√üen erprobt wird, erm√∂glicht eine schnelle, passgenaue Patientensteuerung durch den Einsatz digitaler Systeme (SmED/IVENA). Patientinnen und Patienten, die station√§r behandelt werden m√ľssen, k√∂nnen den zentralen Notaufnahmen effizienter zugewiesen werden. Wer ambulant versorgt werden kann, wird vom Rettungsdienst nicht ins Krankenhaus, sondern in eine Partnerpraxis gefahren und dort behandelt. Um Patientinnen und Patienten und ihre Daten reibungslos von einem System in das andere √ľbergeben zu k√∂nnen, werden die zentralen Leitstellen des Rettungsdienstes und der KV Hessen miteinander verkn√ľpft.